Eva Fabini – Gedanken


 

Gedanken

Meine Kinder sind meine Kinder

unterwegs zu sich selbst

schießen sie wie Pfeile durch den Raum

blicken im Flug zur Seite

Mama, bist du noch da?

Ja, ich bin da.


        Eva Fabini
Mit Kindern ist es wie mit dem Sams in der Geschichte von Paul Maar. Sie erfüllen unsere Wünsche. Wenn Kinder auch nicht zaubern können wie das Sams, so hören sie doch unsere Wünsche und Erwartungen sehr genau und versuchen, sie zu erfüllen.

In unserer Verantwortung als Eltern liegt es, uns klar zu werden, was wir von unseren Kindern wirklich wünschen und es ihnen auch zu sagen. Herr Taschenbier bringt sich durch ungenaues Wünschen in der Sams-Geschichte zunächst in Schwierigkeiten und lernt in einem längeren Prozess, klare und verantwortliche Wünsche zu äussern.

Wie beim Sams, reicht es auch bei meinem Kind aus, meinen Wunsch nur einmal zu sagen in der Gewissheit, dass er gehört wird und wirkt. Wenn ich fünfmal sagen muss "Zieh dir bitte die Schuhe aus", so liegt das an mir. Ich sage es ja fünfmal.
Nach der ersten verbalen Aufforderung könnte ich gleich zu nonverbalen Hilfestellungen übergehen (damit sind nicht Ohrfeigen gemeint!) und damit mich selbst und das Kind respektieren.

Kinder sind von Geburt an kooperativ. In allen Kulturen. Sie lieben uns bedingungslos.
Als Eltern werden wir dieser Liebe würdig, indem wir sie niemals anzweifeln. Sie ist das Kostbarste, was uns begegnet.
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